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18.02.2014 - Neue Fachkräfte im heimischen Handwerk - Gesellenbriefe für 31 Elektroniker

Main-Kinzig-Kreis.- Da freut sich das heimische Handwerk über den Nachwuchs von Fachgesellen aus den eigenen Reihen. Sie sind rar, und man sucht sie dringend in allen Sparten des Handwerks nicht nur im Main-Kinzig-Kreis. Davon wissen alle Grußredner anlässlich der jüngsten Freisprechungsfeier für 31 Elektronikergesellen zu berichten. Weißt auch das Hess. Landesamt aktuell 17.500 arbeitslose Menschen unter 25 Jahren auf, so sind es die Facharbeiter, die so händeringend gesucht werden.

ff elekro 2014

31 hoffnungsvolle Handwerksgesellen im Bereich Elektronik erhalten im Rahmen einer Freisprechungsfeier von der Innung für Elektro- und Informationstechnik, Hanau, ihre Gesellenbriefe.

31 junge, leistungsfähige Handwerksgesellen ihres Fachs, darunter gleich fünf mit Bestnoten im Prüfungsergebnis, haben große berufliche Chancen zu erwarten. Der Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik, Dipl.-Ing. Walter Ebert, hält eine leidenschaftliche Laudatio, gebettet in die Sorge um die Zukunft des deutschen Handwerks. Facharbeitermangel in allen Bereichen schleiche sich vehement ein, dazu der kaum nachvollziehbare Unsinn der Europäischen Union, Zugangsvoraussetzungen zu sogenannten reglementierten Berufen zu erleichtern. Dazu gehören auch 41 Handwerksberufe, die zum Sprung in die Selbstständigkeit bislang noch einen Meisterbrief voraussetzen. Die überwiegende Zahl familiengeführter Handwerksbetriebe in Deutschland sehe ihr Handwerk als Berufung an, so Ebert, und das stehe für Leistung und Qualität, die einzig nur mit Fachkräften zu stemmen sei.

Viele Ehrengäste waren zum Bandhaus auf die Ronneburg gekommen, auch Ronneburgs Bürgermeister Andreas Hofmann. Handwerkskammer-Präsident Klaus Repp war in seinem Grußwort ganz auf Seiten des Innungs-Obermeisters: "Selbst das modernste Handwerk beruht auf traditionellem Wissen, gepaart mit den Erfahrungen aus Aus- und Weiterbildung. Lehrling, Geselle, Meister, Selbstständigkeit, und danach den Nachwuchs ausbilden, dies sei die Laufbahn im Handwerk. Nur so kann sich der Kreislauf schließen, nur so werden Erfahrung, Wissen und Können unverfälscht weitergetragen, verkündet der Kammerpräsident. Nicht anders sieht das der Landtagsabgeordnete Hugo Klein, wenn er das mustergültige deutsche duale Ausbildungssystem erneut fokussiert. Landrat Erich Pipa, wie stets perfekt im Zahlenmaterial, berichtet von statistisch nachgewiesener Arbeitslosigkeit junger Menschen unter 25 Jahren in Hessen, versichert aber gleichzeitig, dass dies für den Main-Kinzig-Kreis nicht nachvollziehbar sei ."Sie werden bei uns erwartet und allesamt gute Arbeitsplätze finden", ist sich der Landrat sicher. Nicht zuletzt deshalb, weil Politik und Handwerk im Kreis so gute Partner seien. Für die Stadt Hanau überbrachte Stadtrat Franz Ott die Grußworte.

Mit Kreishandwerksmeister Martin Gutmann und Geschäftsführer Axel Hilfenhaus freuten sich die Schulleiter der beruflichen Schulen Hanau und Gelnhausen, Dr. Kurt Herget und Günter Rau ebenso über den Dank für die hervorragende duale Ausbildung, wie die Betriebsinhaber der praktischen Ausbildungsstätten, und die Eltern der jungen Gesellen für deren familiäre Unterstützung. Als bester Absolvent ging Dominik Matthias Fork, Schöneck (Ausbildungsbetrieb Schneider-Elektronik GmbH, Nidderau ), Zweitbester Steffen Ackermann, Neuberg (Schuck, Elektroinstallation, Hanau) und als Dritter Markus Jäger, Großkrotzenburg (Elektro-Kremer, Großkrotzenburg), aus Sommer- und Winterprüfungen 2013/14 hervor. Als Belohnung gab´s neben großem Applaus je einen Grimm-Scheck im Werte von 40 Euro. Der Ausbildungsbetrieb mit dem besten Absolventen erhält für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen einen Gutschein über 150 Euro, eine erstmalige Geste der Innung, die man beabsichtigt fortzusetzen.

Nach Sommer- und Winterprüfung 2013/14 erhielten ihre Gesellenbriefe neben den drei Erstplatzierten: Ibrahim Altintepe, Wächtersbach (Ausbildungsbetrieb Elektro-Rossi, Wächtersbach), Steffen Bachus, Hanau (Martin Center e.K., Hanau), Simon Barth, Bruchköbel ( Elektro-Busch, Hammersbach), Maximilian Becker, Biebergemünd (HHL Elektro-Service GmbH., Biebergemünd), Wladimir Bese, Schlüchtern (Essel GmbH & Co.KG, Bad Soden-Salmünster), John-Travis Chatmann, Gelnhausen (Elektrotechnik Neis GmbH., Linsengericht), Fikri Cinko, Neuberg (Schleucher GmbH., Neuberg), Nikolai Dettmering, Bruchköbel (Pemsel GmbH., Bruchköbel), Mike Edel, Rodenbach (R + S solutions GmbH, Hanau), Max Geßler, Wächtersbach (Bueti, Steinau), Benjamin Herbert, Freigericht (Schule für EDV Angela Korwisi GmbH, Wächtersbach), Christoph Hermann, Rodenbach (R + S solutions GmbH, Hanau), Markus Jäger, Großkrotzenburg (Elektro-Kremer, Großkrotzenburg), Philipp Kautz, Birstein (Elektro-Eckert, Brachttal), Benjamin Kraus, Büdingen (Elektro-Wagner, Nidderau), Andrej Kunz, Hasselroth (Debus GmbH & Co.KG, Maintal), Felix Nitzsche, Hasselroth (Gerth-Elektroanlagen GmbH, Hanau), Patrick Dirk Nix, Wächtersbach (Blum GmbH & Co. KG, , Hanau), Florian Pfeffer, Jossgrund (HTR, Dietmar Reußwig e.K., Bad Orb), Mario Oscini, Hanau (Mesa GmbH, Maintal), Lukas Reußwig, Bad Orb (HTR, Dietmar Reußwig e.K., Bad Orb), Pit Reyer, Limeshain (Elektro-Kraft, Bruchköbel), Jan Schwantes, Bruchköbel (R + S solutions GmbH, Hanau), Carsten Seel, Hammersbach (Elektro emr GmbH, Hammersbach), Vincenzo Ivan Selvaggio, Gelnhausen (Elektro-Klein AG, Biebergemünd), Robin Späth, Langenselbold (Elektro-Schmidt, Bruchköbel), Dennis Strubl, Gelnhausen (HHL Elektro.-Service GmbH, Biebergemünd), Michael Urschek, Gründau (Elektro-Weingärtner, Hasselroth).


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