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09.05.2011 - Thomas Wenzel neuer Obermeister der Metall-Innung Hanau

Mit ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung kam der Wechsel, der 45-jährige Thomas Wenzel, Maschinenbau-Ingenieur und Mit-Geschäftsführer der RUWEGA Metall GmbH in Hanau an der Benzstraße 1 wurde einstimmig für drei Jahre von der Mitgliederversammlung der Metall-Innung-Hanau zum neuen Obermeister gewählt. Er löst damit Obermeister Helmut Maisch ab, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte.

 thomas wenzel

Obermeister einer Innung zu sein, bedeutet ein Ehrenamt inne zu haben, und darin ist Thomas Wenzel bereits geübt. Als Vorstandsbeisitzer und Innungsbeauftragter für Öffentlichkeitsarbeit zeigte der Metaller bereits seit Anfang 1998 großes Interesse und Engagement gegenüber den 38 Innungsbetrieben, die unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Hanau in der "Metall-Innung Hanau" organisiert sind.

Obermeister Wenzel machte seinen Beruf zum einzigen Hobby wie er bekennt und erinnert sich, schon als Kind im Betrieb des Vaters Rudolf Wenzel, der ebenfalls in den neunziger Jahren als Obermeister seiner Innung fungierte, mit großer Freude kleine Arbeiten verrichtet zu haben. Gegründet vom Großvater Wilhelm Wenzel im Jahre 1925 weiß der Enkel auch, was es bedeutet von Traditionen zu sprechen, wenngleich damals der Betrieb eine Schlosserei war und auch nur unter dieser Handwerksbenennung firmierte. Mittlerweile sind Schlosser und Schmied zum neuen Beruf Metallbauer fusioniert, und die Berufe Maschinenbauer und Mechaniker zum Maschinenbaumechaniker zusammengelegt worden. Weitere Fachgebiete sind das Werkzeugmacher-, das Dreher- und das Feinmechanikerhandwerk, die allesamt in der neuen Berufsbezeichnung Feinwerkmechaniker ihren satzungsmäßigen Niederschlag finden.

Der neue Innungs-Obermeister, der gleichberechtigt mit seinen Geschwistern Rudolf Wenzel jun. und Ursula Wenzel-Hauke in der dritten Generation das im Jahre 1957 auf das heutige Betriebsgelände verlegte Unternehmen führt, sieht seine Stärken im Metallbau für Fassaden, Fenster, Türen und Glas. Sein Wissen und Können reichen jedoch weit darüber hinaus, und so ist es kaum verwunderlich, dass der Ingenieur Thomas Wenzel jüngst von afrikanischen

Geschäftspartnern gebeten wurde, sein Know how in ein nigerianisches Unternehmen einzubringen. Der Status quo jenes Metallbau-Unternehmens lag offensichtlich schon seit Jahren bei null, und so machte sich Thomas Wenzel, der ledig und ungebunden ist, nach Afrika auf, um zwei Jahre lang zu zeigen, was ein Hanauer Fachmann unter gutem Management und Wertarbeit in einem afrikanischen Metallbaubetrieb mit 300 Beschäftigten versteht. Ein beruflicher Abstecher mit großem Erfolg, wie Wenzel bescheiden zu berichten weiß. Dass er bei dieser Gelegenheit aber den Facharbeitermangel im eigenen Land beklagt, lässt hoffen, dass Ausbildung eines der wichtigsten Aufgaben im Handwerk allgemein und unter den Metallern im Besonderen sein muss. Wenzels Betrieb hat in der Vergangenheit kontinuierlich ausgebildet und wird auch künftig mit den 30 Mitarbeitern wieder Lehrlinge ausbilden. Die Geschäftslage könne einen leichten Aufstieg, gleich der allgemeinen Wirtschaftslage, verzeichnen, die Auslastung des Metallbetriebes allerdings unterliege starken Schwankungen und die unveränderten Preise seit mehr als zehn Jahren seien eine immense Bremse im Aufschwung. 40 Prozent der Aufträge gingen in den Export, der Rest verbleibe in der Region Hanau und im gesamten Rhein-Main-Gebiet.


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